D.O.Ca (Denominación de Origen Calificada) Rioja

Die Franzosen bringen Weinbereitungsmethoden mit und den Ausbau der Weine in Holzfässern. Als erste Region erhielt Rioja 1991 die höchste Herkunftsbezeichnung spanischer Weine D.O.Ca (Denominación de Origen Calificada). Strenge Kontrollen, festgelegte Anbaufläche und hohe Qualitäten bescheren der Region die Anerkennung. Bisher ist dies außerdem nur Priorat 2001 geglückt.

Die Weine aus Rioja gibt es von klassisch elegant bis wuchtig modern. Die Vielfalt der Landschaft, die Ideen der Weinmacher und die Rebsorten machen dies möglich.

Statistik:

Die Rebfläche beträgt 63.371 ha, wovon 60.882 ha in Produktion stehen. Sie wird von ca. 19.000 Weingärtnern bearbeitet und 569 Kellereien verarbeitet.

Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Weiß: Viura (Macabeo), Garnacha Blanca und Malvasía. Neu und somit erst in 2-3 Jahren von Relevanz: Maturana Blanca, Tempranillo Blanco, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Verdejo.

Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Rot: Tempranillo, Garnacha, Graciano und Mazuelo.


Marques de Riscal, © Jörg Philipp, Degustar.de

Zusammenfassend ist Rioja eine klassische Region mit viel Dynamik. Moderne, futuristische Kellereien stehen neben alteingesessenen Betrieben. Das macht den Reiz der Region aus und lässt mich immer wieder neue Weine entdecken. Einen Wermutstropfen gibt es: der Bekanntheitsgrad von Rioja und der große Preisdruck in den Supermärkten wirkt sich auf die Qualität der Weine aus. Ein hochwertiger Wein lässt sich nicht zu jedem Preis machen. Ich hoffe, dass der Qualitätsanspruch von Rioja nicht vor den immer billigeren Weine wollenden Supermarktketten auf die Knie geht.


Autor: Jörg Philipp, Degustar, Stuttgart

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