Weinbau am Kaiserstuhl

Kaiserstuhl, Ralf Gieringer
Grund dafür sind die Rekordernten der 80er Jahre die einen Anbaustopp nach sich zogen. Zudem wurden Hektarhöchsterträge festgelegt die zwischen 70 und 90 hl liegen. Das Anbaugebiet Baden (zu dem der Kaiserstuhl gehört) hat sich als einziges Weinbaugebiet in Deutschland für die Weinbauzone B entschieden. Dies sieht höhere Ausgangsmostgewichte vor. Dadurch wird eine Mindestqualität sichergestellt. Trotzdem nahm das Kapazitätsvolumen der Zentralkellerei in Breisach, des „Badischen Winzerkellers“, von 1983 mit 120 Mio Litern auf 160 Mio Litern die heute angegeben werden zu.

Auf über 4500 ha Reben (dies entspricht fast einem Viertel der badischen Anbaufläche) werden heute vor allem Burgundersorten, Müller-Thurgau und Silvaner angebaut. Vor allem die Burgundersorten mit ihrem gehaltvollen und mineralischen Charakter sind heute begehrte Weine und dominieren den Anbau mit über 50%. Natürlich findet man auch hervorragende Weine aus Rebsorten wie Muskateller, Gewürztraminer, Auxerrois, Riesling, Kerner, Scheurebe, Chardonnay.

Am Kaiserstuhl finden Sie den einfachen Landwein genauso wie international ausgezeichnete Spitzenweine.

Die Weinanbieter sind die Produzenten: probieren Sie die Weine direkt bei den Winzern oder den Winzergenossenschaften. Bei einer Weinprobe können Sie unter den vielfältigen Geschmacksrichtungen Ihren persönlichen Favoriten herausfinden. Denn keine Weinbauregion bietet eine solche Vielfalt an Weinen wie der Kaiserstuhl. Ganz zwanglos bietet sich eine Weinprobe auch in einer der zahlreichen Straussen an. Die Strausswirtschaften sind Winzerbetriebe die Ihren eigenen Wein ausschenken, begleitet von einen deftigen Vesper. Viele Straussen haben nur begrenzt geöffnet. Deshalb empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorher anzuschauen. Natürlich haben die Straußen auch einen Weinverkauf.

Badische Weinstraße: die badische Weinstrasse führt auch am Kaiserstuhl vorbei. Lernen Sie die Ortschaften des Kaiserstuhl doch einmal auf diese Weise kennen.

Vor allem in den letzten Jahren sind neben guten Weinen auch hervorragende Winzersekte zu finden. Hier haben die badischen Winzer allerdings erheblich gegen die Preise aus dem nahe gelegenen Elsass zu kämpfen: denn anders als im Elsass wird in Deutschland auf jede Flasche Sekt eine Steuer erhoben. Bei einer 0,75 l-Flasche sind dies immerhin über 1 EURO, die dem badischen Winzer fehlen. Die hohe Qualität vieler Winzersekte halten auch einen Vergleich mit dem französischen Champagner stand.


Mit freundlicher Genehmigung von: Kaiserstuhl.eu

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