Sinnvolle Symbiose: Architektur und Wein

Verleihung des „Architekturpreis Wein“ auf der Stuttgarter INTERVITIS INTERFRUCTA / Messestand mit Best-Practice-Beispielen / Fachkongressmodul für bauwillige Winzer

Bau- und Weinkultur gehören zusammen: Immer mehr – vor allem jüngere Winzer – verstehen anspruchsvolle Kellerei- und Verkaufsräume als zentralen Bestandteil ihrer Unternehmensidentität, als sichtbares Zeichen ihrer Betriebs-philosophie und integralen Bestandteil ihrer Marketingstrategie. „Architektur ist ein wichtiger Baustein des Corporate Design“, erklärt Friedrich Lörcher, Marketingleiter der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obst-bau, Weinsberg. „Werden Funktionsbauten zu Symbolen aufgewertet, dann entsteht aus Architektur ‚Corporate Architecture’, die gegenüber dem Kunden die Einzigartigkeit und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens betont.“

Die INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 trägt dieser Entwicklung Rechnung. Auf der internationalen Technologiemesse für Wein, Obst, Fruchtsaft und Spiritusen wird zum zweiten Mal der „Architekturpreis Wein“, eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Wein-bau Rheinland-Pfalz, des Deutschen Weinbauverbands (DWV) und der Architektenkammer Rheinland-Pfalz verliehen. „Der Kontext von Form und Materialien, das Zusammenspiel von Farbe und Licht, der Reiz von Bestehendem und Neuem entwickeln in Vinotheken, Degustationsräumen und im Keller den Charme und das Unverwechselbare eines Weingutes“, weiß Hendrik Hering, rheinland-pfälzischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.

Bis zum 2. November 2009 können Winzer und Architekten für den „Architekturpreis Wein“ unter anderem vorbildliche Gesamtanlagen von Weingütern und Winzer-betrieben, Bauten für Kellerwirtschaft und Weinproduktion, Vinotheken sowie Gastronomie- und Beherbergungsgebäude im Internet unterwww.weinundarchitektur.de einreichen. Berücksichtigt werden Projekte, die nach dem 1. Januar 2004 fertig gestellt wurden. Zusätzlich zu Neubauten sind auch Modernisierungen, Sanierungen, Umnutzungen und Baumaßnahmen im denkmalpflegerischen Zusammenhang zum Wettbewerb zugelassen.

„Das Thema Wein und Architektur wird im März in Stuttgart auch ein wichtiger thematischer Baustein des 60. Deutschen Weinbaukongresses im Bereich Weinmarketing sein“, sagt DWV-Generalsekretär Dr. Rudolf Nickenig. „Dort berichten renommierte Referenten in Theorie und Praxis wie moderne Weinbauarchitektur aussehen kann, welche Baustile und Materialien sich für ein bestimmtes Unternehmen eignen, und wie sich dabei aktuelle Erkenntnisse aus den Bereichen Baubiologie sowie Energie- und Kreislaufwirtschaft sinnvoll berücksichtigen lassen.“

In Halle 7 der Neuen Messe Stuttgart können sich interessierte Winzer darüber hinaus am eigens für die INTERVITIS INTERFRUCTA entworfenen Messestand „Wein baut“ von kompetenten Ansprechpartnern beraten lassen. Konzipiert wird er von Fachleuten der Architektenkammern Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz sowie des Staatsweinguts Weinsberg. Darüber hinaus dient der Messestand selbst als konkretes Best-Practice-Beispiel für sehr gute Architektur und Innenarchitektur.

Die INTERVITIS INTERFRUCTA findet vom 24. bis 28. März 2010 erstmals auf dem neuen Messegelände beim Stuttgarter Flughafen statt. Dort können sich Fachbesucher aus der ganzen Welt bei rund 600 Ausstellern aus über 30 Ländern über die neuesten Maschinen, Geräte und Dienstleistungen für Winzer, Obstbauern, Brenner und Fruchtsafthersteller informieren. Das Ausstellungsprogramm teilt sich in vier Bereiche auf: Anbau- und Erntetechnologie für Trauben und Obst, Verarbeitung und Prozesssteuerung für Wein, Fruchtsaft und Spirituosen, Abfüll- und Verpackungstechnologie sowie Marketing und Organisation.

Der INTERVITIS INTERFRUCTA 2010 geht die Weinhandels-Fachmesse ProWein in Düsseldorf (21. – 23. März), mit der eine enge Kooperation besteht, unmittelbar voraus.

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