DLG-Bundesweinprämierung 2009: Beste Winzer und Weine Deutschlands gekürt

Uwe und Harald Ziegler (Pfalz) sind Winzer des Jahres – Preisverleihung auf der DLG-Sieger-Gala am 27. Oktober in Heilbronn

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) zeichnet auf ihrer Sieger-Gala in Heilbronn die besten deutschen Winzer sowie die besten Weinkollektionen des Jahres 2009 aus. Die feierliche Preisverleihung findet am Abend des 27. Oktober in Heilbronn statt. Insgesamt testeten die Weinexperten der DLG in diesem Jahr 4.800 Weine und Sekte aus rund 430 Winzerbetrieben Deutschlands.

„Winzer des Jahres 2009“ für die beste Gesamtleistung in der diesjährigen Bundesweinprämierung sind Uwe und Harald Ziegler vom Weingut August Ziegler aus Maikammer (Pfalz). Die beiden Winzer erhalten gleichzeitig den Bundesehrenpreis in Gold des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Den Bundesehrenpreis in Silber für den zweiten Platz in der DLG-Bundesweinprämierung erzielt das Wein- und Sektgut Gebrüder Anselmann aus Edesheim (Pfalz). Weitere 20 Betriebe erhalten als beste Winzerbetriebe ihrer jeweiligen Anbauregion ebenfalls einen Bundesehrenpreis.

Sekterzeuger des Jahres

Als „Sekterzeuger des Jahres 2009“ werden das Weingut F. B. Schönleber aus Oestrich-Winkel (Rheingau) und die Winzergenossenschaft Burkheim aus Vogtsburg-Burkheim (Baden) ausgezeichnet.

Trendbarometer Bundesweinprämierung

Mit einer jährlichen Verkostung von rund 4.800 Weinen und Sekten deutscher Provenienz ist die Bundesweinprämierung der DLG ein Gradmesser im Hinblick auf die qualitative Entwicklung dieser Weintrends. Hier bestätigt sich einmal mehr, dass die Qualität der vorgestellten Rieslingweine weiter auf dem Vormarsch ist. In den Jahren 2007 und 2008 gewann die edle Weißweinrebe rund 1300 Hektar Rebfläche in Deutschland hinzu. Damit nimmt die Sorte mit über 21 Prozent der Gesamtfläche eine Spitzenstellung ein. Den höchsten Anteil haben dabei die traditionellen Riesling-Regionen Rheingau, Mittelrhein, Mosel und die Hessische Bergstraße. Mit rund 63 Prozent stehen die weißen Rebsorten in Deutschland im Vordergrund. Neben Riesling bilden dabei Grau- und Weißburgunder einen Schwerpunkt, inzwischen aber auch internationale Sorten wie Chardonnay oder Sauvignon Blanc. Die traditionellen Bukettsorten finden zunehmend Verehrer im hochwertigen Sortiment der Edelsüßen. Hier brachte der Jahreswechsel 2008/2009 jene Bedingungen, die nicht selbstverständlich sind und daher mit Spannung erwartet werden: Frostige Nächte machten an vielen Orten die begehrte Eisweinlese möglich. Die Liga der Rotweine wird auch in den Prämierungen der DLG von der Spätburgunderrebe angeführt. Eine wichtige Rolle spielen bei vielen Weinerzeugern jene Neuzüchtungen, die sich mit Bravour in die hierzulande herrschenden Klima- und Bodenbedingungen einfügen. Dazu gehören Regent oder Acolon und die Cabernet Sauvignon-Verwandten Cabernet Dorsa und Mitos. Dornfelder, Portugieser und Schwarzriesling sind leicht rückläufig, haben jedoch noch immer ihren festen Platz im Weinkeller der deutschen Winzerbetriebe. Ein ungebrochener Trend gilt der Nachfrage nach sogenannten Sommerweinen. Für den Anbau dieser alkoholschwächeren „Leichtgewichte“ sind deutsche Weinanbaugebiete mit ihrer Lage an der Nordgrenze des weltweiten Weinbaus trotz der klimatischen Veränderungen noch immer prädestiniert.

Die DLG-Bundesweinprämierung ist der führende Qualitätswettbewerb für deutsche Weine und Sekte. Alle Preisträger sind im Internet unter www.wein.de (Bundesweinprämierung) sowie im „DLG-Wein-Guide 2010“, der im Buchhandel erhältlich ist, veröffentlicht.

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