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Wird über Wein gesprochen, assoziieren die meisten damit lediglich ein alkoholisches Getränk, das gerne in geselliger Runde genossen wird. Doch für die große Zahl an Weinliebhabern und Genießern ist es natürlich viel mehr als das. Beim Geräusch des Korkens gerät so mancher ins Schwärmen über den „wohlschmeckendem Rebensaft“, die „Poesie in Flaschen“ oder das „Kulturgut Wein“.

Wein ein Kulturgut? Ja, denn als Kulturgut gilt allgemein ein anerkennenswertes Zeugnis menschlichen Schaffens – wozu der Wein seit vielen Jahrtausenden unbestritten zählt. So ist der Wein seit jeher, von der Antike bis hin zur Gegenwart, eng mit Geschichte der Menschheit verbunden.

Die Webseite „Kulturgut Wein“ versteht sich als Informationsportal zum Thema Wein, wobei Sie als Nutzer recht herzlich dazu eingeladen sind, Ihr Wissen in Form von Fach-Artikeln, Hintergründen, Diskussionen und Kommentaren einfließen und auch andere Weinbegeisterte daran teilhaben zu lassen…

Der Wein als Kulturgut

Die Geschichte des Weins uns seiner Kultur begann vor über 8000 Jahren im antiken Persien. Laut einer Sage lagerte der persische König Dschamschid seine Weintrauben im Keller, wo sie nach einiger Zeit zu gären begannen. Zunächst dachte man, daß die Trauben von bösen Geistern besessen oder sogar vergiftet seien. Doch als die Königin von diesem Saft trank, um aufgrund starker Migräne Selbstmord zu begehen, wurde sie von ihren Kopfschmerzen befreit und sogar in fröhliche Stimmung versetzt. Glaubt man der Überlieferung, dann beginnt die Geschichte des Weins wohl gleich mit dem ersten dokumentierten Rausch der Menschheit…

Bereits im alten Ägypten erfuhr der Weinanbau eine erhebliche Beachtung und Ausbreitung. So wurde der wohlschmeckende Rebensaft bei Festen der Oberschicht getrunken. Bier galt hingegen als preiswertes Alltagsgetränk der einfachen Leute. In Mesopotamien ließ um 1700 v.Chr. ein Gesetzgeber im Codex sogar folgendes aufnehmen: „Der Wein gehört zu den kostbarsten Gaben der Erde. So verlangt er Liebe und Respekt, wir haben ihm Achtung zu erweisen.“ In Folge dessen spielte Wein bei allen großen Kulturen eine wesentliche Rolle. In den griechischen Mythen spendet der Gott Dionysos den Menschen Wein, indem er Ikarios eine Weinpflanze überreicht und ihn den Weinbau lehrt. Zum Dank wurden ihm regelmäßig frisch gegärter Traubensaft geopfert. Im Römischen Reich sagte man dem Getränk eine stärkende und heilende Wirkung nach. Bacchus repräsentierte den Weingenuß und der Rebensaft wurde wichtiger Bestandteil religiöser Feste. Er war nun für alle gesellschaftlichen Schichten zugänglich.

Da auch die Kulturgeschichte vom edlen Traubensaft geprägt wurde, ist diese Thematik aus Brauchtümern und Ethik, aus Literatur und Musik nicht mehr wegzudenken. Unzählige Dichter, Komponisten und Maler beschäftigten sich in ihren Werken mit dem Wein. Homers Odysseus kann sich aus den Fängen eines Zyklopen befreien, in dem er dem Riesen einige Schläuche voller Wein anbietet. Und wer kennt nicht Johann Wolfgang von Goethes berühmten Ausspruch: „Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“? Auch die Gebrüder Grimm machten von der heilenden Wirkung des Weins in ihren Märchen Gebrauch. So bringt Rotkäppchen ihrer kranken Großmutter einen Korb voll Kuchen und Wein. Und Theodor Storm schrieb einst in seinem Oktoberlied: „Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den grauen Tag Vergolden, ja vergolden!“. Aber auch die Religionen haben sich des Weines bedient. In der Bibel z.B. wird der Rebensaft an mehr als 500 Stellen erwähnt: „Der Wein erfreut des Menschen Herz.“ (Psalm 104,5) ist wohl die bekannteste davon.

Im Alltagsleben spielt der Wein seit jeher eine bedeutende Rolle. Doch heute scheiden sich die Geister bei diesem Thema. Auf der einen Seite ist allen bekannt, daß vom Wein im allgemeinen und vom Alkohol im speziellen eine Gefahr ausgeht. Deshalb müssen auch gerade Jugendliche vor einem Missbrauch geschützt werden. Die Regierung greift diese Thematik auch immer wieder auf um über neue rechtliche Rahmenbedingungen zu debattieren. Zudem wird in unzähligen Kampagnen auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Wein hingewiesen. Auf der anderen Seite ist das Kulturgut Wein natürlich auch ein hochwertiges Genußmittel das weltweit geschätzt wird und dem man bei mäßigem Konsum auch eine gesundheitsfördernde Wirkung nachsagt.

Wer keinen Wein trinkt,
dem entgeht viel Genuß,
Wer aber den Wein falsch trinkt,
verdirbt sich und anderen den Genuß.

(Joachim Ringelnatz)

In diesem Sinne, zum Wohl und viel Spaß beim Stöbern auf Kulturgut-Wein.info.

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