Seele und Geist

Die stille Freude wollt ihr stören?
Laßt mich bei meinem Becher Wein;
Mit andern kann man sich belehren,
Begeistert wird man nur allein.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)


Wein ist der befeuernde Geist aller Feste und der König aller Getränke.

(Theodor Heuss, deutscher Politiker, in seiner Dissertation über den Wein seiner schwäbischen Heimat)


Der Wein ist die edelste Verkörperung des Naturgeistes.

(Friedrich Hebbel)


Brüder, fliegt von euren Sitzen,
Wenn der volle Römer kreist,
Laßt den Schaum zum Himmel sprützen:
Dieses Glas dem guten Geist.

(Friedrich von Schiller, 1759-1805)


Wein befeuchtet und temperiert den Geist und wiegt die Sorgen des Gemüts in Schlaf. Er belebt unsere Freuden und ist Öl auf die sterbende Flamme des Lebens. Wenn wir mäßig und in kleinen Zügen trinken, dann geht der Wein in unsere Lungen über wie süßester Morgentau. Dann begeht der Wein keinen Raub an unserer Vernunft, sondern lädt uns ein zu freundlicher Heiterkeit.

(Sokrates, 469-399 v. Chr., griechischer Philosoph)


Der Wein wirkt stärkend auf den Geisteszustand, den er vorfindet:
Er macht die Dummen dümmer, die Klugen klüger.

(Jean Paul, alias Johann Paul Friedrich Richter, 1763-1825)


Was ist des Lebens höchste Lust?
Die Liebe und der Wein.

(Joachim Perinet, 1763-1816, deutscher Schriftsteller)


Der Wein – maßvoll genossen – heilt und erfreut den Menschen zutiefst durch seine große Kraft und Wärme.

(Hildegard von Bingen, 1098-1179, Benediktinerin)


Tröste Dich Du Eingesperrter, Dein Erlöser Steht Vor Dir.

(Inschrift auf einem Weinfaß in der Domaine Schaetzel in Boersch/Elsaß)


So lang ich leb, lieb ich den Wein
Denn er vertreibt Furcht und Pein,
Verjagt Melancholey und Schmerzen.

(Johann Michael Moscherosch, 1601-1669)


Im Wein birgt sich viel:
Spiel, Schwermut und Lust.

(Georg Britting, 1891-1964)


Ein guter Witz geht immer für ein Stück Brot, und ein leichter Sinn ersetzt manchen Becher Wein.

(Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter)


Noch währt die Zeit der Jugend, das Beste ist nur Wein.
Das Beste für Betrübte ist wüst und trunken sein.
Die Welt ist wüst vom Scheitel bis zu der Füße Rand.
Das wüst sein ist das Beste, in einem wüsten Land.

(Hafis, 1324-1390, persischer Lyriker)


Lieb-, Lied- und Weines Trunkenheit,
Ob’s nachtet oder tagt,
Die göttlichste Betrunkenheit,
Die mich entzückt und plagt.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)


Ein gutes Glas Wein ist geeignet, den Verstand zu wecken.

(Konrad Adenauer, 1. Kanzler der BRD)


Schade, daß man Wein nicht streicheln kann.

(Kurt Tucholsky)


…der Wein erfreue des Menschen Herz…

(Psalm 104,15)


Die Guten seh’n im Wein nur edle Tugend,
Die Bösen nur Verbrechen, Trug und List.
Wein ist der Spiegel unsres bunten Lebens:
Man sieht im Weine, was man selber ist.

(Omar Chajjâm, 1048-1131)


Bier ist Menschenwerk,
Wein aber ist von Gott!

(Martin Luther, 1483-1546)


Wein ist Poesie in Flaschen.

(Robert Louis Stevenson, 1850-1894, Schriftsteller)


Es lebe die Freiheit! Es lebe der Wein!

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832: Faust, Auerbachs Keller)


Der Wein ist geschaffen, daß er die Menschen soll fröhlich machen.

(Sirach 31,34)


Und was ist das Leben, da kein Wein ist?

(Sirach 31,33)


Unter den heiligsten Zeilen des Shakespeare wünschte ich, daß diejenigen einmal mit Rot erscheinen mögten, die wir einem zur glücklichen Stunde getrunkenen Glas Wein zu danken haben.

(Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799)


Wenn der Wein nicht wäre, müßte aus der Menschenwelt jede Liebeslust und jede Freude schwinden.

(Euripides, 480-406 v. Chr., griechischer Tragiker)


Es ist eine platte Ansicht zu glauben, daß der Wein unmittelbar aus sich selbst alle die Wirkungen hervorbringt, die wir ihm zuschreiben. Sein Duft und Hauch erweckt nur die Qualitäten, die in uns ruhen.

(Ludwig Tieck)


Kein Wein ist so sauer wie der reine, der einem eingeschenkt wird.

(Markus M. Ronner, schweizer Theologe und Autor)


Der Wein ist die Poesie der Erde.

(Mario Soldati, 1907-1999, Schriftsteller und Regisseur)

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